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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

Antifaschistische Erinnerungs-, Gedenk- und Aufklärungsarbeit bedarf dringend ganz persönliches Engagements und finanziellen Zuspruchs

 

Die Arbeit der Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregiems und Bund der Antifaschisten(VVN-BdA) steht auch in Chemnitz ganz im Zeichen der Verwirklichung des Schwures der Buchenwaldhäftlinge und der Opfer des Faschismus:

"Wir werden den Kampf erst aufgeben, wenn der letzte Schuldige vom Gericht aller Nationen verurteilt ist. – Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal."

Unsere Arbeit umfasst Forschungs-, Gedenk- und Pflegearbeit für Chemnitz sowie im Umland. Ihren Niederschlag findet diese u.a. in eigenständigen Publikationen, Ausstellungen sowie Veranstaltungen über Widerstandskämpfer und Verfolgte des faschistischen Regimes sowie einer aktiven Unterstützung für die Verlegung von "Stolpersteinen". Schwerpunkt ist auch die Unterstützung der Arbeit der Gedenkstätte über eines der ersten Konzentrationslager in Deutschland in Sachsenburg bei Frankenberg.

Hierfür suchen wir weitere Mitsteiterinnen und Mitstreiter und möchten Sie ganz herzliche dazu einladen.

Wir würden uns auch über eine Spende zur Finanzierung künftiger Forschungs- und Erinnerungsprojekte freuen.

 Näheres können Sie auf unserer Internet-Seite erfahren.

 Vorstand VVN-BdA Chemnitz

 Spendenkonto: DE12 870 500 00 355 700 44 64

Thälmann ist niemals vergessen

[Für den Kameraden Thälmann: Hoch die Faust! (Thälmann-Lied);Text: Erich Weinert; Musik: Paul Arma]

Ernst Thälmann (1886–1944) war seit März 1919 Vorsitzender der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) in Hamburg und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Von 1925 bis 1933 war er Mitglied des Deutschen Reichstags und Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). 

Von 1929 bis zu seiner Festnahme am 3. März 1933 lebte Thälmann mit seiner Familie in der Tarpenbekstraße 66 in Hamburg.

Nach seiner Verhaftung als politischer Gegner des faschistischen Regimes war er fast elfeinhalb Jahre inhaftiert, bevor er am 18. August 1944 im KZ Buchenwald auf Befehl Hitlers ermordet wurde.   

Eine Gedenkstätte in der Geburtsstadt Hamburg 
1969 engagierten sich ehemalige Weggefährten Thälmanns dafür, in seinem ehemaligen Wohnhaus eine Gedenkstätte einzurichten. Die bis heute in privater Trägerschaft eines Kuratoriums befindliche Gedenkstätte wurde am 18. August 1969 eröffnet. Im April 1985 wurde der Platz vor dem Haus in „Ernst-Thälmann-Platz“ umbenannt. In einer ständigen Ausstellung werden Dokumente zur Geschichte der Arbeiterbewegung und des Arbeiterwiderstands gezeigt. Im Mittelpunkt stehen das Wirken Ernst Thälmanns als Vorsitzender der KPD, seine verschiedenen Haftstationen in Berlin, Hannover und Bautzen und sein Tod im KZ Buchenwald. Fotos und viele persönliche Exponate erinnern an weitere, zumeist kommunistische Widerstandskämpferinnen und -kämpfer, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Gedenkstätte Ernst Thälmann

Hamburg-Eppendorf

Ernst-Thälmann-Platz/Tarpenbekstraße 66

Ukrainer als faschistische Helfershelfer im 2. Weltkrieg

(Ein deutscher Führungsoffizier und SA-Mann - Theodor Oberländer - wurde später Minister in der Adenauer-Regierung)

Das Bataillon Nachtigall (Батальйон Соловей oder Батальйон Нахтіґаль) war ein im Frühjahr 1941 von deutschen Faschisten gegründeter militärischer Verband ukrainischer Freiwilliger im 2. Weltkrieg. Er wurde von der Wehrmacht für den verbrecherischen Krieg gegen die Sowjetunion aufgestellt. Das Bataillon bestand aus drei Kompanien, denen 300 Ukrainer und 100 Deutsche angehörten. Die ukrainischen Soldaten trugen Uniformen der Wehrmacht mit einem kleinen Zeichen in den Farben Blau und Gelb.

Mit der Besetzung der Westukrainischen Volksrepublik im Mai 1919 durch polnische Truppen wurde der Grundstein für Widerstandsbewegungen und nationalistische Verbände gelegt, die sich 1929 zur Organisation Ukrainischer Nationalisten(OUN) zusammenschlossen. Ihr bewaffneter Arm war die Ukrainische Militärorganisation(UVO). Diese unterhielt enge Kontakte zur Reichswehr. Auf einem Kongress in Krakau spaltete sich 1940 ein Teil der OUN unter der Führung Stepan Banderas ab (OUN-B). Dieser Teil der ukrainischen Nationalisten setzte seine enge Kooperation mit der deutschen Führung fort. 

Nachdem Hitler seit Ende Juli 1940 den Angriff auf die Sowjetunion zu planen begonnen hatte, wurden die Gespräche mit der OUN intensiviert. OUN-B und OUN-M erklärten sich beide bereit, gemeinsam mit den Deutschen gegen die Sowjetunion zu kämpfen. Bereits die Reichswehr hatte 1923 in geheimen Lehrgängen ukrainische Nationalisten militärisch ausgebildet. Nun sollten aus Angehörigen der OUN und Freiwilligen militärische Verbände aufgestellt werden. Die deutsche Seite versprach sich davon eine große propagandistische Wirkung auf die Bevölkerung der Ukraine bei dem geplanten Krieg gegen die Sowjetunion. Die ukrainischen Nationalisten wiederum sahen in der Aufstellung militärischer Einheiten einen wichtigen Schritt in Richtung auf eine militärische Selbstständigkeit. 

Das Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht(OKW) war verantwortlich für die Aufstellung sowie Ausbildung der nichtdeutschen militärischen Gruppen. Neben dem Bataillon „Roland“, entstand im Winter 1940/1941 ein weiteres ukrainisches Bataillon. Später erhielt diese Einheit den Namen „Nachtigall“.  Zunächst wurden drei Kompanien aufgestellt und ausgebildet. Die Verbände sollten vor allem für Diversions- und Sabotageakte in der Westukraine Verwendung finden. Dafür erhielten die Soldaten deutsche Uniformen. Während der Ausbildungsphase erhielt die Einheit zunächst nur deutsche Unteroffiziere für das Rahmenpersonal. Erst im Frühjahr 1941 wurde über die Besetzung der Offiziersstellen entschieden. Hinzu kam der ukrainische Anführer der Einheit Roman Schuchewytsch und ein ukrainisch-griechisch-katholischer Pfarrer.

Die jeweils konkreten Aufgaben der Bataillone wurden erst kurz vor dem Überfall auf die Sowjetunion genauer festgelegt. Sie sollten im Verlauf der Eroberungen der Wehrmacht wichtige Militär-, Verwaltungs-, Verkehrs-, Nachrichten- sowie Wirtschaftsobjekte in ihre Gewalt bringen und wichtige „Gegnerdokumente“ sichern. Das Bataillon „Nachtigall“ wurde zunächst in einer Kaserne westlich Przemysl untergebracht.

1941 waren Angehörige des Bataillons „Nachtigall“ an Progomen gegen die jüdischen Einwohnerin der westukrainischen Stadt Lemberg(Lwiw bzw. Lwow) maßgeblich beteiligt. 

Das Bataillon „Roland“ stand unter dem Kommando des ukrainischen Majors Pobihuschtschy. Es rückte ebenfalls im Rahmen der Heeresgruppe Süd vor, allerdings über Rumänien und Moldawien. Am 25. Juli betrat der Verband ukrainischen Boden.

Nach dem 30. Juli 1941 wurden die Bataillone „Nachtigall“ und "Roland" aufgelöst. Im Oktober 1941 wurde das Personal der beiden aufgelösten Einheiten nach Frankfurt(Oder) transportiert und dort zum „Schutzmannschaftsbataillon 201“ zusammengefasst. Diese Einheit für Polizeiaufgaben unterstand nicht länger der Wehrmacht, sondern der Ordnungspolizei des Reichsführers SS und Chef der Deutschen Polizei. Neben den Mannschaftsdienstgraden wurden auch sämtliche Unteroffiziers- und Offiziersstellen (22 Posten) ausnahmslos mit Ukrainern besetzt. Das Kommando übernahm der vormalige Kommandeur des Bataillons „Roland“, Major Pobihuschtschy, während die vier neuen Kompanien von Roman Schuchewytsch, Brygider, Sydor und Pawlyk befehligt wurden. Alle 600 Soldaten hatten sich erneut für die Dauer von einem Jahr verpflichtet. Nach einer längeren Ausbildungs- und Ausrüstungszeit kam das Bataillon im März 1942 nach Weißrussland, wo es in der Partisanenbekämpfung und im Sicherungsdienst eingesetzt wurde.

PS.: Am 8. Mai 1941 trat Oberländer seinen Dienst beim Bataillon Nachtigall an, einer Einheit aus polnischen und französischen Kriegsgefangenen ukrainischer Nationalität, die der deutschen Abwehr unterstand. Oberländer fungierte als Ausbilder, Dolmetscher und „Sachverständiger für die Behandlung fremden Volkstums“. Am 1. Juli 1938 wurde O. Obersturmführer der SA.

Oberländer wurde 1953 Mitgl. des Deutschen Bundestages, dem er bis 1961 angehörte. Bei der Bundestagswahl 1953 zog er über die bayerische Landesliste in den Bundestag ein, bei der Bundestagswahl 1957 als direkt gewählter CDU-Abgeordneter des Wahlkreises Hildesheim. Am 20. Oktober 1953 wurde er als Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen in die von Bundeskanzler Adenauer geführte Bundesregierung berufen. 

Literatur:

Werner Brockdorff: Geheimkommandos des Zweiten Weltkrieges. Wels 196

Hermann Raschhofer: Der Fall Oberländer, Tübingen 1962

Helmuth Spaeter: Die Brandenburger – Eine deutsche Kommandotruppe, München 1982

Danylo Husar Struk (Hrsg.): Encyclopedia of Ukraine. Band 3, University of Toronto Press Inc., Toronto/Buffalo/London 1993

 

Douglas Tottle: Fraud, Famine and Fascisme – The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard, Toronto 1987.

Rundgang im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06. 2026

KZ Sachsenburg im Juni 2026
Rundgang  im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026
Rundgang  im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026
Rundgang  im ehemaligen KZ Sachsenburg am 03.06.2026

Neueste Nachrichten

Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht.  82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

Pamatnik Lidice

IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141

BIC: CNBACZPP

Kinderdenkmal

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

Eduard Stehlík

PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Unsere Termine

1. September 2026 - Weltfriedenstag

01.09.2026 10:00 - 14:00

Johannes-Platz in Chemnitz, Platz zwischen Decathlon und Post

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Neuer Termin: 5. Liedfestival POESIE EUROPAS

20.09.2026 17:00 - Offenes Ende

VORMERKEN - KARTEN KAUFEN - WEITERSAGEN

5. Liedfestival POESIE EUROPAS

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Ausstellung "Stolen Memory"

05.03.2027 09:00 - Offenes Ende

Ausstellung "Stolen Memory"

Verantwortlich: Stadt Chemnitz und VVN BdA Chemnitz

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Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

Jüdischer Widerstand in Sachsen - Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Hans Brenner - Ehrenpreisträger, Historiker und Kämpfer gegen den Faschismus

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Zeitzeugen - Erich Knorr

Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

Geschichtsbaustelle Chemnitz - Ein Zeitzeugenprojekt

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

Man wird nicht als Kommunist geboren..

Das Leben des Paul Johannes Vogelsang

1892, im Deutschen Kaiserreich, begann die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen und standhaften Menschen aus Ringethal in Sachsen. 

Paul Johannes Vogelsang - Kommunist, Antifaschist und Arbeiterführer - hat uns einen Bericht über sein vielfältiges , 94-jähriges Erleben hinterlassen, der spannende Einblicke in die deutsche Geschichte gibt und Lehren aus dieser Geschichte für heute und die Zukunft zieht. 

Ein hartes Leben zwang Paul Johannes Vogelsang früh, die Politik aktiv mitzugestalten. Mittendrin in den Geschehnissen hatte er konkreten Einblick, berichtete über die Erfolge, aber auch über die Fehler und Niederlagen: 

Matrosenaufstand in Kiel, Novemberrevolution, Kapp-Putsch, die Arbeitskämpfe der sächsischen Textilarbeiter, Kohlekumpel im Bornaer-Revier, Gründung der KPD, die Arbeit der Roten Hilfe, die illegale Arbeit, seine Verhaftung und sein Weg durch fünf Konzentrationslager die Flucht vor dem Volkssturm, dann die schwere Zeit des Neuanfangs nach dem Krieg, als Bürgermeister in Mittweida, später als 1. Kreissekretär in Döbeln, die Bodenreform und der Zusammenschluss von KPD und SPD in der DDR;  in der SED übernahm er die verantwortungsvolle Aufgabe des Leiters der Bezirksparteikontrollkommission in Leipzig. Er hat nicht nur das Leben vieler Menschen auf dem Weg zum Sozialismus geprägt, sonder auch die kennen- und erkenne gelernt, die diesen Weg nicht gehen wollten. 

Taschenbuch, 232 Seiten, 14x21cm, 20,00 EUR, ISBN 978-3-942876-15-5

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S