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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

Bomben auf Chemnitz - Gedenken zum 5. März

Chemnitz Rathaus nach dem Bombardement am 5. März 1945
Chemnitz - Das Theater nach dem 5. März 1945
Chemnitz Wandererwerke nach dem 5. März 1945
Blick auf das zertörte Chemnitz im März 1945
Blick auf das zertörte Chemnitz im März 1945

Am 5. März 1945 überflogen Bombereinheiten der Royal Air Force und United States Army Forces Chemnitz und klinkten ihre tonnenschwere zerstörerische und tödliche Last über Wohn- und Industriegebiet der Stadt aus. Nur noch zwei Monate vor der Kapitulation Deutschlands verloren in dieser Nacht über 2.100 Chemnitzerinnen und Chemnitzer ihr Leben und tausende wurden verletzt. Die Innenstadt wurde zu 80 % vernichtet. 27.000 Wohnungen (ein Viertel des Gesamtbestandes), 167 Fabriken, 84 öffentliche Gebäude und zahlreiche Kulturbauten im Stadtgebiet waren völlig zerstört. Von den Alliierten wurde Chemnitz als „weitere tote Stadt“ abgeschrieben. 

An diesen denkwürdigen Tag erinnern Bürgerinnen und Bürger der Stadt am Denkmal für die Opfer des Luftangriffs auf dem städtischen Friedhof mit Worten und Blumen. Der Chemnitzer Bildhauer Hanns Dittrich schuf dieses Mahnmal im Auftrag der Stadt. Die trauernde Frau mit dem toten Kind im Arm steht im Mittelpunkt des Denkzeichens.
Es ist ein Gedicht Louis Fürnbergs zu lesen: “Es werden wieder sich die Wunden schließen, die furchtbar der Barbar der Menschheit schlug und leuchtend wird das Frührot sich ergiessen über ein Erden-Neuland unterm Pflug.” 

Erinnert sei an Deutschlands Schuld

Die barbarische Luftangriffe fanden ihren Anfang mit der Bombardierung von Guernica am 26. April 1937 durch Kampfflugzeuge der deutschen Legion Condor und der italienischen Aviazione Legionaria. Die Legion Condor war für den Hauptteil des Bombardements im spanischen Bürgerkrieg mit über 1600 Toten verantwortlich. 1997 bat Bundespräsident Herzog bei einem Besuch in Spanien offiziell im Namen Deutschlands um Entschuldigung für den Angriff.

Am 14. November 1940 flog die deutsche Luftwaffe unter dem Decknamen "Unternehmen Mondscheinsonate" auf Coventry einen schweren Bombenangriff. Neben großen Teilen der Innenstadt wurden 4330 Häuser und unersetzliche Kulturgüter zerstört. 568 Menschen kamen ums Leben und 850 wurden schwer verletzt. Damit war der Angriff jener, der die meisten Todesopfer aller deutschen Luftangriffe in England forderte. 75 % der Industrieanlagen wurden beschädigt oder völlig vernichtet.  Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades erfand die faschistische Propaganda den Begriff "Coventrieren" für die Vernichtung einer Stadt aus der Luft. Die Luftwaffe griff Coventry erneut am 8. April 1941 sowie am 3. August 1942 an, womit die Gesamtanzahl der Opfer in der Stadt auf 1236 Tote und 1746 Verletzte stieg. Ungefähr ein Drittel aller Häuser in Coventry wurden unbewohnbar, und 35 % aller Geschäfte wurden zerstört.

Und wieder ist Deutschland beteiligt:

Operation Allied Force war der Deckname eines militärischen Angriffs der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, die sie vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Es war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne UN-Mandat führte. Insgesamt warfen die im Rahmen der Operation eingesetzten Flugzeuge 28.018 Sprengkörper ab. Daran beteiligt war auch die Luftwaffe der Bundesrepublik Deutschland.

Alternativen: Friedenstaube statt Bundesadler und eine neue Friedenshymne für Deutschland

Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen, schlagen wir des Volkes Feind.
Laßt das Licht des Friedens scheinen, daß nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint.

Internationaler Frauentag - Clara Zetkin

Politikerin & Friedensaktivistin & Frauenrechtlerin

Clara Zetkin

geb. Eißner | 1857-1933

Politikerin & Friedensaktivistin & Frauenrechtlerin | Wiederau


 

Clara Eißner wurde am 5. Juli 1857 als ältestes Kind des Dorf- und Kirchschullehrers Gottfried Eißner und seiner Frau Josephine in Wiederau geboren. Ein Umzug nach Leipzig ermöglichte ihr den Besuch der Höheren Mädchenschule „Steybersches Institut“ und des angeschlossenen Lehrerinn-enseminars. Deren Leiterin war die Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) Auguste Schmidt, die Clara Eißner für die Ziele der bürgerlichen Frauenbewegung gewinnen wollte.

1878 legte Clara Eißner die Staatsprüfung zum Sächsischen Lehrerinnenexamen ab. Während ihrer Ausbildung hatte sie den russischen Emigranten Ossip Zetkin und seine revolutionären Ideen kennengelernt. Mit der gelebten Maxime „Ich kann nicht gegen meine Überzeugung handeln“ entfernte sich Clara Eißner von den bürgerlichen Reformkreisen des ADF und näherte sich der erstarkenden sozialdemokratischen Arbeiterbewegung an. Im Sinne August Bebels „Die Frau und der Sozialismus“ trat sie nun für die Lösung der Frauenfrage als Bestandteil der sozialen Frage ein und engagierte sich für die Sozialistische Arbeiterpartei.

1882 folgte sie dem aus Deutschland ausgewiesenen späteren Lebenspartner Ossip Zetkin nach Paris, dessen Name sie danach trug.

Als Vertreterin der deutschen Sozialdemokratie nahm sie 1889 am Internationalen Arbeiterkongress in Paris teil, auf dem u. a. die Zweite Internationale gegründet wurde. Clara Zetkin hielt das richtungsweisende Referat „Für die Befreiung der Frau“, dem ihre Schrift „Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage in der Gegenwart“ folgte. Einer ihrer politischen Schwerpunkte war die Frauenpolitik. Sie war eine der bedeutenden Agitatorinnen der Sozialdemokratie und der proletarischen Frauenbewegung.

Wieder zurück in Deutschland übernahm Clara Zetkin 1892 die Chefredaktion der „Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, die sie bis 1917 inhaltlich prägte. 1895 wurde sie als erste Frau auf dem SPD-Parteitag in Breslau in ein leitendes Organ der Partei gewählt. Ein Jahr darauf stimmten die Delegierten in Gotha ihrem Emanzipationsprogramm für Arbeiterinnen zu.

Bleibende Verdienste erwarb sich Clara Zetkin mit ihrem Kampf um Arbeiterinnenschutz, Lohngerechtigkeit, Frauenbildung, politische Gleichberechtigung und Frauenwahlrecht. Ihre Aktivitäten mündeten in die Gründung der Sozialistischen Fraueninternationale 1907, die 1910 den Internationalen Frauentag beschloss.

Im Ersten Weltkrieg demonstrierte Clara Zetkin ihre Antikriegshaltung. Sie organisierte 1915 in Bern eine Antikriegskonferenz sozialistischer Frauen. Ihre Verurteilung
der Burgfriedenspolitik der SPD führte zum Verlust der Redaktion der Zeitschrift „Gleichheit“ und zum Bruch mit der SPD. Sie wirkte in der Spartakusgruppe und Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1919 trat Clara Zetkin der Kommunistischen Partei Deutschlands bei, die sie von 1920 bis 1933 im Reichstag vertrat. Als dessen Alterspräsidentin eröffnete sie 1932 die neue Legislaturperiode. Ihre letzte Ansprache richtete sich gegen die Nationalsozialisten und forderte die Einheitsfront aller Werktätigen gegen den Faschismus.

Am 20. Juni 1933 starb Clara Zetkin im Exil in Archangelskoje bei Moskau. Ihre Urne wurde an der Kremlmauer beigesetzt.

Autor: Dr. Mannfred Ley

Ehrendes Gedenken für den Kämpfer gegen den Faschismus Anton Erhardt

Mitglieder des Vorstandes der VVN-BdA Chemnitz ehrten den am 17. Februar 1933 um Mitternacht von SA-Schlägern brutal ermordeten Kommunisten Anton Erhardt.

Er war eine Kämpfernatur im Sinne jener aufrechter Demokraten, die erkannten: "Der Feind steht im eigenen Land!" Er wurde Kommunist und aktiv in der KPD-Gruppe Siegmar, im Roten Frontkämpferbund(RFB), in der Roten Hilfe(RHD), im Deutschen Baugewerksbund(DBB) und in der Revolutionären Gewerkschaftsopposition((RGO). 

Während die Wiederaufrüstung Deutschlands immer akuter wurde(Panzerkreuzerbau) distanzierte er sich deutlich von der Rechten SPD-Führung. "Was haben sie bloß heute aus der Partei Bebels gemacht", sagte er einmal verbittert.

Die KPD-Leitung des Unterbezirkes Chemnitz und auch die Genossen aus Siegmar schlugen der SPD-Leitung gemeinsame Kampfmaßnahmen zur Abwehr des faschistischen Terrors vor. Das Angebot für einheitliche Kampfaktionen wurde nicht umgesetzt.

Die Empörung der Bevölkerung über diesen Mord zeigte sich darin, dass das Begräbnis für Anton Erhardt zu einer bewegenden antifaschistischen Demonstration von 50.000 Chemnitzern wurde.

Die Stadt Karl-Marx-Stadt/Chemnitz ehrte Anton Erhardt mit einem Gedenkstein an der Zwickauer Str.418.

Die Pionierfreundschaft der Oberschule "Fritz Schmenkel", die FDJ-Grundorganisation und die Kampfgruppenhundertschaft des VEB Elite-Diamant trugen bir 1990 seinen Namen.

Neueste Nachrichten

Themenschwerpunkte

Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht.  82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

Pamatnik Lidice

IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141

BIC: CNBACZPP

Kinderdenkmal

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

Eduard Stehlík

PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Chemnitzer Friedenstag 2026

Unsere Termine

Ausstellung Jüdischer Widerstand

05.03.2026 10:00 - Offenes Ende

Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Informationspunkt des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes, ihrer Angehörigen und Freunde in Chemnitz zum Friedenstag.

Mehr


Goldberg-Improvisationen Das Weibliche Ewige / The Feminine Eternal

08.03.2026 19:30 - 22:00

8. März, 19.30 UhrOpernhaus, RangfoyerAm Internationalen Frauentag feiert Dr. Jeffrey Goldberg seine all-tägliche Wertschätzung der weiblichen Energie, die alles Leben [...]

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Holocaust - Nie wieder ist jetzt

Eine Statistik des Grauens

Unvergessen - Friedrich Marschner

Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

Zeitzeugen - Erich Knorr

Geschichtsbaustelle Chemnitz - Ein Zeitzeugenprojekt

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

Die Webmaster Kolumne

Der Kampf gegen den Islamofaschismus

Liebe Kameraden und Kameradinnen,

wir leben in unruhigen und historischen Zeiten. Wir als VVN BdA Chemnitz und der VVN BdA haben dabei auch eine besondere Verpflichtung im Kampf gegen den weltweiten Faschismus. Diese Verpflichtung möchte ich mit unserer Website nachkommen. Einerseits werde ich täglich unsere Helden des Widerstandes würdigen. Andererseits werde ich in diesen Zeiten auf den Islamischen Faschismus, die Muslim Brotherhood und ihre Helfershelfer in den Staaten der westlichen Welt hinweisen und hinter die Kulissen schauen. Deshalb möchte ich Euch über die im Iran stattfindende Revolution und den Islamischen Faschismus insbesondere die Hamas informieren. Deshalb habe ich die Videos von Iranern im Ausland und auch einen Verweis auf das größte Verbrechen seit dem Holocaust an den Juden und dem jüdischen Staat- Israel - online gestellt. Diese Bilder zeigen den Islamischen Faschismus in ihrer menschenverachtendes Form seit dem Holocaust. Ich habe mich in den letzten Jahren besonders mit diesem Ereignis befasst, da mir am 8. Oktober 2023 von sog. Linken, Marx21, AGR und den Trotzkisten, mitgeteilt wurde, die Juden seien doch selber Schuld seit dem Theodor Herzl in seiner Niederschrift “Der Judenstaat” einen eigenen Staat für die Juden gefordert hat. 

Ich freue mich auf Eure Beiträge und die Diskussion in unserem zukünftigen Blog, 

(A.K.)

 

"Die USA wollen nur Öl", sagen sie...

Venezuela verfügt über die größten festgestellten Ölsreserven der Welt. Wenn Öl das Problem wäre, sollte das Land reich sein. Stattdessen brach die Produktion zusammen, die Infrastruktur verfaulte und die Nation implodierte. 

In den letzten 25 Jahren haben China, Russland, der Iran und Kuba - nicht die USA - Venezuelas Öl, durch Schulden-für-Ölgeschäfte erhalten, Vermögenswerte beschlagnahmt und ein autoritäres Regime unterstützt. Allein China hat Venezuela mit zig Milliarden durch Öl abgesicherte Kredite abgeschöpft, die den Venezolanern wenig bis gar keine echten Einnahmen brachten. Russland und der Iran hielten das Regime über Wasser. Kuba hat  Sicherheits- und Geheimdienste im Austausch für subventioniertes Öl bereitgestellt. 
Vor Chavez und Maduro verkaufte Venezuela den größten Teil seines Öls an die Vereinigten Staaten - das Land war viel stabiler und wohlhabender. Der Zusammenbruch begann Jahre vor US-Ölsanktionen, die verhängt wurden, nachdem die einheimische Erdölindustrie (PDVSA) verstaatlicht, Wahlen gefälscht und die Zivilgesellschaft  zerschlagen wurde.  

Das war kein “Anti-Imperialismus”. Es war eine autoritäre Entnahme. 
Mehr als 8 Millionen Venezolaner waren gezwungen, aus ihrem Land zu fliehen. 
Der Ölreichtum ist nicht verschwunden- er wurde von Regimen und ausländischen Gönnern ausgenutzt. 

Anti-amerikanische Parolen sind einfach. Fakten sind schwieriger. 

Quelle: Instagram thatlatinzionist

https://www.reuters.com/business/energy/venezuelan-oil-industry-worlds-largest-reserves-decaying-infrastructure-2026-01-03/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/pdf/venezuela_2024.pdf

www.cfr.org/backgrounder/venezuela-crisis

www.congress.gov/crs-products/product/pdf/R/R44841

www.reuters.com/world/americas/venezuelas-oil-output-collapses-years-mismanagement-2023-11-15/

www.unhcr.org/venezuela-emergency.html

www.iom.int/venezuela-migration

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Von Leipzig über Waldheim nach Buchenwald vom Anarchosyndikalisten zum Kommunisten

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede 

Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....