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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

Aktuelles

Antisemtismus in der deutschen Kulturbranche - Juden werden wieder ausgegrenzt

Nazis in der deutschen Kulturbranche - Die Pro Hamas Bubble in der deutschen Kulturszene

von Sarah Maria Sander und Tobias Huch

In Memoriam - Volkssänger Victor Jara

Víctor Lidio Jara Martínez wurde am 28. September 1932 in Longuén bei Santiago de Chile geboren und war Sänger, Musiker und Theaterregisseur.

Am 12. September 1973 wurde er von putschenden Militärs verhaftet und vier Tage später ermordet.

Seine Eltern stammten aus Landarbeiterfamilien. Als er 15 Jahre alt war, starb die Mutter und Víctor Jara brach seine Lehre ab. Er begann Theologie zu studieren. Dies brach er ab, da er den Glauben an die Religion verloren hatte. Nunmehr gründete er mit Freunden das Musikensemble Cuncumén und widmete sich dem Studium der chilenischen Volksmusik. Auch entwickelte er Interesse am Theater und begann ein Schauspielstudium. 

Die Begegnung mit der Sängerin Violeta Parra bedeutete seine Wende hin zur Musik. Sie war eine begnadete Künstlerin, die die volkstümliche chilenische Musiktradition pflegte. und ein kleines Café in Santiago führte. Beeinflusst wurden seine Lieder u. a. von Erlebnissen, die er auf einer Tournee seiner Santiagoer Theatertruppe in sozialistische Länder gesammelt hatte. Als eine der teilnehmenden Darstellerinnen erkrankt war, war Jara mit seiner Gitarre eingesprungen und vom russischen Publikum gefeiert worden. Daraufhin hatte er in Moskau sein erstes Lied,El cigarrito, komponiert.

Nach 1970 konzentrierte er sich ganz auf die Musik. Seine Lieder handelten von einfachen Leuten, ihrem Leben und ihren Problemen, von sozialer Ungerechtigkeit und politischen Skandalen. Víctor Jara wurde ein bedeutender Vertreter der Nueva canción, des „neuen Liedes“ in Südamerika. Seine politischen Ideen bildeten den Kern seiner Liedtexte. Er war wie viele progressive Sänger Südamerikas überzeugter Kommunist und wurde Leiter der Künstlersektion der kommunistischen Partei Chiles. Mit weiteren Künstlern gab er Konzerte zugunsten Salvador Allendes und der Unidad Popular.

Vom Gefolge des von Pinotchet angeführten und von den USA(CIA) unterstützten Militärputsches wurde Víctor Jara am 12. September 1973 im Hof der Universität von Santiago, an der er unterrichtete, festgenommen. Zusammen mit Dozenten und Studenten wurde er in das Estadio Chile verbracht und gefoltert. Unter diesen Umständen entstand sein letztes bekanntes Gedicht, Somos cinco mil („Wir sind fünftausend“). Seine Peiniger brachen ihm die Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte. Als ihm wachhabende Soldaten befahlen, er solle doch singen, wenn er ein Sänger sei, stimmte er Venceremos(„Wir werden siegen“), das Lied der Unidad Popular, an; daraufhin wurde er erneut misshandelt und mit 44 Gewehrschüssen ermordet. 

Im September 2003, zum 30. Jahrestag seiner Ermordung, wurde das Estadio Chile offiziell in Estadio Victor Jara umbenannt.

Erst am 9. Dezember 2004 erhob der Richter Juan Carlos Urrutia in Santiago Anklage gegen den pensionierten Oberst Mario Manríquez Bravo. Bis 2018 folgten weitere Prozesse.

Quellen/Literatur

  • Joan Jara: Das letzte Lied. Das Leben des Victor Jara. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2000
  • Joan Jara: Victor. Ein unvollendetes Lied. Verlag Volk und Welt, Berlin 
  • Joan Jara: Victor Jara – Chile, mein Land, offen und wild. Sein Leben. Rowohlt, Reinbek 1987
  • Bernd Rexing: Vor 35 Jahren: Volkssänger Victor Jara ermordet aufgefunden in ZeitZeichen. 16. September 2008

Humanität und Toleranz

Fast 300 Jahre und noch immer nicht weise

Gotthold Ephraim Lessing veröffentlichte 1779 das Drama "Nathan der Weise". Das Werk hat als Themenschwerpunkte den Humanitäts- und Toleranzgedanken der Aufklärung. 

In der Figur Nathan der Weise setzte Lessing seinem Freund Moses Mendelssohn, dem Begründer der jüdischen Aufklärung, ein literarisches Denkmal. 

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Ringparabel, somit im Kern die Frage nach dem Wahrheitsanspruch von Religionen. Diese Parabel von den drei Ringen gilt als ein  Schlüsseltext der Aufklärung und als Ausdruck der Toleranzidee.

Es geht es um einen Vater, der einen kostbaren Ring, sein wertvollstes Juwel, an denjenigen unter seinen Söhnen weitergibt, den er am meisten liebt und den er damit zum Erben einsetzt. So verfahren auch seine Nachkommen. Als Generationen später jedoch ein Vater seine drei Söhne alle gleich liebt, lässt er ohne deren Wissen zwei weitere Ringe anfertigen, sodass der Vater „kaum“ und die Söhne gar nicht mehr entscheiden können, welcher Ring der ursprüngliche ist.

Die Parabel wurde dahingehend verstanden, dass der Vater für den liebenden Gott, die drei Ringe für die drei monotheistischen Religionen(Judentum, Christentum und Islam) und die drei Söhne für deren Anhänger stehen.

Es ist die Botschaft von der Gleichberechtigung der drei großen Religionen.

In der Zeit des Faschismus mit einem Spielverbot belegt und das Werk verschwand aus der Schullektüre. Die Aufforderung zur Toleranz und die Darstellung eines menschlich vorbildlichen Juden in der Figur des Nathans widersprach diametral der faschistischen Ideologie. 

Verfilmungen

Das Drama wurde im Jahre 1922 vom jüdischen Filmregisseur Manfred Noa verfilmt. Der Stummfilm galt nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Mitarbeiter des Filmmuseums München entdeckten ihn in Moskau, sorgten für eine aufwändige Restaurierung und veröffentlichten ihn 2006 auf DVD. 

Weitere Verfilmungen stammen von Karl-Heinz Stroux(1956), von Hermann Lanske und Leopold Lindtberg(1964), von Franz Peter Wirth(1967), von Friedo Solter und Vera Loebner(1969, DDR), von Oswald Döpke(1979), von Friedo Solter und Margot Thyrêt (1989, DDR) und vonUwe Eric Laufenberg(2006).

Neueste Nachrichten

Themenschwerpunkte

Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht.  82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

Pamatnik Lidice

IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141

BIC: CNBACZPP

Kinderdenkmal

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

Eduard Stehlík

PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Unsere Termine

Das Recht, in Frieden zu leben

07.02.2026 19:00 - 07.03.2026 21:00

Sa., 7. Februar 2026, 19 Uhr Neue Sächsische Galerie (TIETZ, Moritzstr. 20, 09111 Chemnitz) Das Recht, in Frieden zu leben KONZERT zur Erinnerung an Víctor Jara und [...]

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CANTO GENERAL - DER GROSSE GESANG

23.02.2026 19:00 - 21:00

Mo., 23. Februar 2026, 20.00 Uhr Theater Chemnitz, Spinnbau, Ostflügel Altchemnitzer Str. 27, 09120 Chemnitz CANTO GENERAL - DER GROSSE GESANG

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Chemnitzer Friedenstag 2026

Der Iran steht auf gegen den islamischen Faschismus

Tag 37. der Iranischen Revolution

mit Goldie Ghamari, Armin Navabi und Mahyar Tousi

Unvergessen - Friedrich Marschner

Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

Geschichtsbaustelle Chemnitz - Ein Zeitzeugenprojekt

Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

Die Webmaster Kolumne

Der Kampf gegen den Islamofaschismus

Liebe Kameraden und Kameradinnen,

wir leben in unruhigen und historischen Zeiten. Wir als VVN BdA Chemnitz und der VVN BdA haben dabei auch eine besondere Verpflichtung im Kampf gegen den weltweiten Faschismus. Diese Verpflichtung möchte ich mit unserer Website nachkommen. Einerseits werde ich täglich unsere Helden des Widerstandes würdigen. Andererseits werde ich in diesen Zeiten auf den Islamischen Faschismus, die Muslim Brotherhood und ihre Helfershelfer in den Staaten der westlichen Welt hinweisen und hinter die Kulissen schauen. Deshalb möchte ich Euch über die im Iran stattfindende Revolution und den Islamischen Faschismus insbesondere die Hamas informieren. Deshalb habe ich die Videos von Iranern im Ausland und auch einen Verweis auf das größte Verbrechen seit dem Holocaust an den Juden und dem jüdischen Staat- Israel - online gestellt. Diese Bilder zeigen den Islamischen Faschismus in ihrer menschenverachtendes Form seit dem Holocaust. Ich habe mich in den letzten Jahren besonders mit diesem Ereignis befasst, da mir am 8. Oktober 2023 von sog. Linken, Marx21, AGR und den Trotzkisten, mitgeteilt wurde, die Juden seien doch selber Schuld seit dem Theodor Herzl in seiner Niederschrift “Der Judenstaat” einen eigenen Staat für die Juden gefordert hat. 

Ich freue mich auf Eure Beiträge und die Diskussion in unserem zukünftigen Blog, 

(A.K.)

 

"Die USA wollen nur Öl", sagen sie...

Venezuela verfügt über die größten festgestellten Ölsreserven der Welt. Wenn Öl das Problem wäre, sollte das Land reich sein. Stattdessen brach die Produktion zusammen, die Infrastruktur verfaulte und die Nation implodierte. 

In den letzten 25 Jahren haben China, Russland, der Iran und Kuba - nicht die USA - Venezuelas Öl, durch Schulden-für-Ölgeschäfte erhalten, Vermögenswerte beschlagnahmt und ein autoritäres Regime unterstützt. Allein China hat Venezuela mit zig Milliarden durch Öl abgesicherte Kredite abgeschöpft, die den Venezolanern wenig bis gar keine echten Einnahmen brachten. Russland und der Iran hielten das Regime über Wasser. Kuba hat  Sicherheits- und Geheimdienste im Austausch für subventioniertes Öl bereitgestellt. 
Vor Chavez und Maduro verkaufte Venezuela den größten Teil seines Öls an die Vereinigten Staaten - das Land war viel stabiler und wohlhabender. Der Zusammenbruch begann Jahre vor US-Ölsanktionen, die verhängt wurden, nachdem die einheimische Erdölindustrie (PDVSA) verstaatlicht, Wahlen gefälscht und die Zivilgesellschaft  zerschlagen wurde.  

Das war kein “Anti-Imperialismus”. Es war eine autoritäre Entnahme. 
Mehr als 8 Millionen Venezolaner waren gezwungen, aus ihrem Land zu fliehen. 
Der Ölreichtum ist nicht verschwunden- er wurde von Regimen und ausländischen Gönnern ausgenutzt. 

Anti-amerikanische Parolen sind einfach. Fakten sind schwieriger. 

Quelle: Instagram thatlatinzionist

https://www.reuters.com/business/energy/venezuelan-oil-industry-worlds-largest-reserves-decaying-infrastructure-2026-01-03/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/pdf/venezuela_2024.pdf

www.cfr.org/backgrounder/venezuela-crisis

www.congress.gov/crs-products/product/pdf/R/R44841

www.reuters.com/world/americas/venezuelas-oil-output-collapses-years-mismanagement-2023-11-15/

www.unhcr.org/venezuela-emergency.html

www.iom.int/venezuela-migration

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Von Leipzig über Waldheim nach Buchenwald vom Anarchosyndikalisten zum Kommunisten

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede 

Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....