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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

Die Webmaster Kolumne

Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von amerikanischen Machtinteressen in Wildwestmanier

Donald Trump verzichtet auf Menschenrechte, Demokratie oder humanitärer Verantwortung, und erklärte ganz offen, worum es bei der Militäraktion in Venezuela ging: um den Zugang zu den größten bekannten Erdölreserven der Welt, um geopolitische Kontrolle und die Durchsetzung von US-Interessen.

Der Bruch mit dem Völkerrecht wird dabei nicht einmal mehr geleugnet, sondern zur Normalität erklärt und es wird nicht einmal mehr den Anschein von Legitimation erwecken. Trump setzt auf nackte Gewalt bei der Durchsetzung der Monroe Doktrin zur Umsetzung amerikanischer Interessen in Süd- und Nordamerika.

Entlarvend ist die Euphorie rechtsautoritäre Regierungschefs wie Milei und Netanjahu, die den US-Angriff als »historisch« oder »wegweisend« feiern. Auch Selenskij, der unter Berufung auf Souveränität und Selbstbestimmung selbst militärische Unterstützung einfordert, begrüßte den Bruch des Völkerrechts.

Vertreter westlicher Länder, wie der deutsche Bundeskanzler oder der französische Präsident Macron, winden sich, nur um den Aggressor nicht klar zu benennen zu müssen.

Die vielbeschworenen westlichen Werte, mit denen sonst Sanktionen und Waffenlieferungen begründet, werden ad absurdum geführt. Ein überfallenes Land wird zum Täter erklärt, um den unstreitig völkerrechtswidrigen Angriff als Mittel der Politik zu rechtfertigen.

 

"Die USA wollen nur Öl", sagen sie...

Venezuela verfügt über die größten festgestellten Ölsreserven der Welt. Wenn Öl das Problem wäre, sollte das Land reich sein. Stattdessen brach die Produktion zusammen, die Infrastruktur verfaulte und die Nation implodierte. 

In den letzten 25 Jahren haben China, Russland, der Iran und Kuba - nicht die USA - Venezuelas Öl, durch Schulden-für-Ölgeschäfte erhalten, Vermögenswerte beschlagnahmt und ein autoritäres Regime unterstützt. Allein China hat Venezuela mit zig Milliarden durch Öl abgesicherte Kredite abgeschöpft, die den Venezolanern wenig bis gar keine echten Einnahmen brachten. Russland und der Iran hielten das Regime über Wasser. Kuba hat  Sicherheits- und Geheimdienste im Austausch für subventioniertes Öl bereitgestellt. 
Vor Chavez und Maduro verkaufte Venezuela den größten Teil seines Öls an die Vereinigten Staaten - das Land war viel stabiler und wohlhabender. Der Zusammenbruch begann Jahre vor US-Ölsanktionen, die verhängt wurden, nachdem die einheimische Erdölindustrie (PDVSA) verstaatlicht, Wahlen gefälscht und die Zivilgesellschaft  zerschlagen wurde.  

Das war kein “Anti-Imperialismus”. Es war eine autoritäre Entnahme. 
Mehr als 8 Millionen Venezolaner waren gezwungen, aus ihrem Land zu fliehen. 
Der Ölreichtum ist nicht verschwunden- er wurde von Regimen und ausländischen Gönnern ausgenutzt. 

Anti-amerikanische Parolen sind einfach. Fakten sind schwieriger. 

Quelle: Instagram thatlatinzionist

https://www.reuters.com/business/energy/venezuelan-oil-industry-worlds-largest-reserves-decaying-infrastructure-2026-01-03/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/pdf/venezuela_2024.pdf

www.cfr.org/backgrounder/venezuela-crisis

www.congress.gov/crs-products/product/pdf/R/R44841

www.reuters.com/world/americas/venezuelas-oil-output-collapses-years-mismanagement-2023-11-15/

www.unhcr.org/venezuela-emergency.html

www.iom.int/venezuela-migration

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Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

Nach der Trennung von ihren Müttern wurden die Kinder in ein Lager nach Litzmannstadt verbracht.  82 Kinder wurden vergast sowie sieben zwecks Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gesteckt.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

Pamatnik Lidice

IBAN: CZ96 0710 0000 0000 0133 4141

BIC: CNBACZPP

Kinderdenkmal

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

Eduard Stehlík

PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Unsere Termine

Kranzniederlegung im Park der Opfer des Faschismus am 27. Januar, 10 Uhr

27.01.2026 10:00 - 11:00

Chemnitz gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus Kranzniederlegung im Park der Opfer des Faschismus am 27. Januar, 10 Uhr Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für [...]

Mehr

Buch „Goodbye, Amerika? Die USA und wir – eine Neuvermessung“

31.01.2026 19:00 - 21:00

Am Samstag, 31. Januar, 19 Uhr gibt es dann die erste Abendveranstaltung: Die USA-Expertin Rieke Havertz, Redakteurin von „Die Zeit“ und Zeit online, ist mit ihrem Buch [...]

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Unvergessen - Friedrich Marschner

Stolpersteine mahnen auch in Chemnitz

Geschichtsbaustelle Chemnitz - Ein Zeitzeugenprojekt

Offener Prozess - Ein Dokumentsprozess zum NSU-Komplex

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Von Leipzig über Waldheim nach Buchenwald vom Anarchosyndikalisten zum Kommunisten

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede 

Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....