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Der VVN- BdA Chemnitz empfiehlt einen virtuellen Stadtrundgang, der an die dunklen Kapitel in der Chemnitzer Geschichte zwischen 1933-1945 und an damit verbundene Ereignisse erinnern soll.
Dabei geht es um folgende Gesichtspunkte, die für diese Zeit relevant sind: Chemnitz und Umgebung war ein Hort nationalsozialistischer Machtausübung mit einem umfangreichen Repressionsapparat. (Gestapo, Sicherheitsdienst, Gerichte, Haftanstalten, Außenstellen von KZ, Zwangsarbeiterlager) Daraus resultierend gab es in dieser Stadt auch Widerstand gegen den Naziterror. Sichtbare Spuren von all dem gibt es jedoch nur noch wenige. Gedenksteine, Mahnmale und die Gräber auf den Friedhöfen sind die einzigen sichtbaren Zeichen. Aber auch viele Straßen, Plätze und Gebäude sind stumme Zeugen dieser Zeit. Die Geschichte von Chemnitz ist aber auch eng mit der Geschichte ihrer jüdischen Mitbürger verbunden. Ihre Gemeinde war mit eine der größten in Sachsen.
Der Besuch geschichtsträchtiger Stätten soll einen Einblick in die Vielfalt des Widerstandes und seiner Opfer gewähren,denn:Ihre Geschichte ist auch unsere Geschichte
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Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:
Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945
Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.
Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/