Folgen Sie uns:

Pressemitteilung der Gedenkstätte Buchenwald und des IKBD

| VVN BdA Chemnitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Im Anhang finden Sie eine Pressemitteilung der Gedenkstätte Buchenwald Dora mit einer Erklärung des Internationalen Komitee Buchenwald Dora.

 

Mit der Bitte um Verbreitung und freundlichen Grüßen

 

 

Lena Sarah Carlebach

Generalsekretärin des IKBD

Medieninformation
24. Januar 2025
Aufruf des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und
Kommandos (IKBD):
Ein Verharmloser der NS-Verbrechen darf nicht Vizepräsident des Thüringer Landtages sein! Mit einem dringenden Appell wendet sich das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und
Kommandos (IKBD), in dem sich Überlebende der beiden Konzentrationslager und ihre Angehörigen aus zahlreichen Ländern zusammengeschlossen haben, an die Abgeordneten des
Thüringer Landtages: Es ruft sie dazu auf, den als Geschichtsrevisionisten und Holocaust Verharmloser bekannten AfD-Abgeordneten Jörg Prophet nicht zum Vizepräsidenten des
Thüringer Landtages zu wählen.


„In Thüringen bahnt sich ein handfester geschichtspolitischer Skandal an“, sagt dazu
Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner. „Ausgerechnet nach der Gedenkstunde des
Landtags am 29. Januar 2025 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag soll jemand zu
seinem Vizepräsidenten gewählt werden, der die NS-Verbrechen wiederholt verharmlost hat
– für die Überlebenden des NS-Terrors ein unerträglicher Gedanke, und das nicht nur wegen
des zeitlichen Zusammenhangs.“
Der Nordhäuser AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Prophet ist in den vergangenen Jahren
mehrfach mit geschichtsrevisionistischen und den Holocaust verharmlosenden Positionen
aufgefallen. Nähere Infos dazu hier: www.geschichte-statt-mythen.de/uebersichtskarte/joerg-prophet

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/