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Unsere Nachrichten

Wir trauern um Egmont Elschner

Erstellt von Enrico Hilbert | | VVN BdA Chemnitz

Mit Egmont Elschner haben wir einen Freund, einen Zuhörer, einen Engagierten, einen Aufopferungsvollen, einen uns sehr wichtigen Menschen verloren, der fehlen wird.

Chemnitz, 20. Oktober 2023

Mit Egmont Elschner haben wir einen Freund, einen Zuhörer, einen Engagierten, einen Aufopferungsvollen, einen uns sehr wichtigen Menschen verloren, der fehlen wird.

Immer wussten wir, da ist einer an den kann man sich wenden. Da ist jemand der nicht aus Kalkül heraus dies oder jenes sagen wird. Da ist Egmont, er denkt nach, er ist aktiv, er versetzt sich in die Lage und Situation und prüft ein Anliegen, eine Idee.

Kein Vorschlag, kein Hinweis, waren zu groß oder zu klein, nichts unwichtig. Er hat versucht, mit all seinen Überzeugungen und Ansichten, seinen Werten und seiner Sicht auf Kultur und menschliches Miteinander die Gesellschaft in unserer Stadt zu gestalten. Nicht Trennendes sondern Verbindendes zwischen den Menschen im Auge und dabei Konflikte nicht scheuend ging er voran und konnte Einfluss nehmen. Frieden war zu Letzt auch unser Thema. Er hatte die Idee, dass die Chemnitzer Kriegerdenkmale in einem kulturellen Wettstreit umgedeutet und als Friedensdenkmale in die Zukunft weisen. Ein kühner Vorschlag, da darf man keine Debatten scheuen, keine Angst haben, sich auseinander zu setzen mit falsch verstandenem Patriotismus, Nationalismus und Kriegshetze. 

Und Egmont wich von dieser Idee auch nicht ab, als sich die Welt vor Monaten veränderte und es zudem absehbar war, dass das Umsetzen der Idee nicht einfach werden wird. Er blieb dabei und überlässt es nun uns, ob wir daran festhalten mögen. Er hinterlässt uns seinen reichen Schatz an Ideen, Vorschlägen und Ansichten, wir sollten versuchen, sie in unserem Leben zu halten. 

Enrico Hilbert Vorsitzender

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Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/