Folgen Sie uns:

Unsere Nachrichten

Spanien Himmel breitet seine Sterne oder das Thälmann-Kolonne-Lied

| VVN BdA Chemnitz

(Lied von Paul Dessau und seiner Frau Gudrun Kabisch. Das Lied wurde insbesondere in seiner Version von Ernst Busch populär und war Bestandteil des Liedgutes der Nationalen Volksarmee und des Musikunterrichtes in der DDR.)

In Spanien fanden im Februar 1936 Parlamentswahlen statt, aus denen eine Volksfrontregierung als Sieger hervorging. Gegen diese Regierung putschten nationalistisch und autoritär denkende Militärs sowie Vertreter des katholischen Klerus unter Führung des Generals Franco. Der Aufstand griff bald auf das spanische Festland über und eskalierte zum Spanischen Bürgerkrieg.

Aus allen Teilen der Welt eilten Männer und Frauen nach Spanien, um die junge Republik verteidigen zu helfen. Aktive Unterstützung kam auch von und durch die Sowjetunion. 
Das faschistische Deutschland im Bunde mit Italien unterstützen die Putschisten im Bürgerkrieg von Anfang an mit Truppen und schwerem Kriegsgerät. Das militärische Eingreifen Deutschlands hatte mehrere Gründe:

Vor allem diente der Bürgerkrieg als militärisches Experimentierfeld für neue Waffen. So bombardierten und zerstörten Flugzeuge der Legion Condor die spanische Kleinstadt Guernica und töteten viele unschuldige Menschen. Bis Mitte der 70er Jahre wurde dieser mörderische Luftangriff - sowohl in Spanien als auch in Deutschland - verdrängt bzw. vertuscht.

Die militärische Intervention hatte aber auch ideologische Gründe. Sie diente Hitler als Testfall dafür, welchen Spielraum die anderen westeuropäischen Großmächte Deutschland bei der Realisierung seiner expansiven Bestrebungen einzuräumen bereit waren.  
Im April 1939 endete der Bürgerkrieg mit der Niederlage der Republik. Spanien versank für Jahrzehnte in der Finsternis der Franco-Diktatur.

Die BRD unterhielt seit 1952 enge und von antikommunistischen Staatsinteressen getragene diplomatische Beziehungen zu Spanien. Trotz der faschistischen Wurzeln dieses Regimes schloss die Bundesrepublik Deutschland 1960 ein Anwerbeabkommen und förderte die Integration des faschistischen Spaniens.

Unvergessen

Chemnitzerinnen und Chemnitzer an der Seite der Spanischen Republik 1936-1939

Pazifisten, Internationalisten, Kommunisten, Sozialisten – Kämpfer für Frieden und Freiheit und gegen Faschismus und Krieg – Für eine gerechte, soziale und solidarische Gesellschaft ohne Hass, Ausbeutung und Armut:

Fritz  Baumgärtel  – Bruno Erich Hartmann  Berlet  – Ernst Eduard Heinrich  Cohn  – Karl  Deutscher  – Werner  Feiler  – Herbert  Firl  – Richard  Gladewitz  – Kurt  Höfer - Walter  Janka  – Walter  Keller  – Werner  Kinzl  – Otto  Kreuzmann  – Elisabeth  Kühnen  – Moritz  Kupfermünz  – Käte  Lichtenstein  -Horst  Menzel  – Bodo  Ritscher  – Julius  Schaumberger  – Erich  Schuster  – Rudolf  Schuster  – Herbert  Seifert  – Herbert  Spinnler  – Paul  Verner  – Hans  Ziegler .

Die Brüder Emil und Gotthard  Morgenstern  wurden, beim Versuch nach Spanien zu gelangen, in Frankreich festgenommen. Auguste  Ritscher  erkrankte vor ihrem Grenzübertritt.

In ehrendem Gedenken

Vorstand - VVN-BdA Chemnitz

Zurück
Interbrigadisten der XI. Internationalen Brigade bei Belchite 1937

Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/