In Spanien fanden im Februar 1936 Parlamentswahlen statt, aus denen eine Volksfrontregierung als Sieger hervorging. Gegen diese Regierung putschten nationalistisch und autoritär denkende Militärs sowie Vertreter des katholischen Klerus unter Führung des Generals Franco. Der Aufstand griff bald auf das spanische Festland über und eskalierte zum Spanischen Bürgerkrieg.
Aus allen Teilen der Welt eilten Männer und Frauen nach Spanien, um die junge Republik verteidigen zu helfen. Aktive Unterstützung kam auch von und durch die Sowjetunion.
Das faschistische Deutschland im Bunde mit Italien unterstützen die Putschisten im Bürgerkrieg von Anfang an mit Truppen und schwerem Kriegsgerät. Das militärische Eingreifen Deutschlands hatte mehrere Gründe:
Vor allem diente der Bürgerkrieg als militärisches Experimentierfeld für neue Waffen. So bombardierten und zerstörten Flugzeuge der Legion Condor die spanische Kleinstadt Guernica und töteten viele unschuldige Menschen. Bis Mitte der 70er Jahre wurde dieser mörderische Luftangriff - sowohl in Spanien als auch in Deutschland - verdrängt bzw. vertuscht.
Die militärische Intervention hatte aber auch ideologische Gründe. Sie diente Hitler als Testfall dafür, welchen Spielraum die anderen westeuropäischen Großmächte Deutschland bei der Realisierung seiner expansiven Bestrebungen einzuräumen bereit waren.
Im April 1939 endete der Bürgerkrieg mit der Niederlage der Republik. Spanien versank für Jahrzehnte in der Finsternis der Franco-Diktatur.
Die BRD unterhielt seit 1952 enge und von antikommunistischen Staatsinteressen getragene diplomatische Beziehungen zu Spanien. Trotz der faschistischen Wurzeln dieses Regimes schloss die Bundesrepublik Deutschland 1960 ein Anwerbeabkommen und förderte die Integration des faschistischen Spaniens.
Unvergessen
Chemnitzerinnen und Chemnitzer an der Seite der Spanischen Republik 1936-1939
Pazifisten, Internationalisten, Kommunisten, Sozialisten – Kämpfer für Frieden und Freiheit und gegen Faschismus und Krieg – Für eine gerechte, soziale und solidarische Gesellschaft ohne Hass, Ausbeutung und Armut:
Fritz Baumgärtel – Bruno Erich Hartmann Berlet – Ernst Eduard Heinrich Cohn – Karl Deutscher – Werner Feiler – Herbert Firl – Richard Gladewitz – Kurt Höfer - Walter Janka – Walter Keller – Werner Kinzl – Otto Kreuzmann – Elisabeth Kühnen – Moritz Kupfermünz – Käte Lichtenstein -Horst Menzel – Bodo Ritscher – Julius Schaumberger – Erich Schuster – Rudolf Schuster – Herbert Seifert – Herbert Spinnler – Paul Verner – Hans Ziegler .
Die Brüder Emil und Gotthard Morgenstern wurden, beim Versuch nach Spanien zu gelangen, in Frankreich festgenommen. Auguste Ritscher erkrankte vor ihrem Grenzübertritt.
In ehrendem Gedenken
Vorstand - VVN-BdA Chemnitz