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Sachsenburger Dialog

| VVN BdA Chemnitz

(Ausstellung, Diskussionsforum und Gedenkveranstaltung vom 6. bis 7. Juni im KZ Sachsenburg)

Am Sonntag, dem 7. Juni, gedachten in der zentralen Veranstaltung über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ehemalige Konzentrationslager Sachsenburg bei Frankenberg der Toten und geschundenen Opfer des faschistischen Staatsterrors. 
Vor 93 Jahren fand der erste Lagerappell im eines der ersten Lager der braunen und später schwarzen entmenschtlichten Horden der im Januar 1933 an die Macht gekommenen deutschen Faschisten statt. Das Gedenken wurde vom Chor der jüdischen Gemeinde Chemnitz umrahmt. Berührend die Verlesung von Briefen und Erinnerung ehemaliger Gefangener und deren Angehörigen.
 

Anschließend wurden Kränze und Blumengebinde am zentralen Denkmal, das 1968 vom Bildhauer Hanns Diettrich entworfen wurde, niedergelegt.(RB)

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Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/