Obwohl sie ihre letzten großen Auftritte vor knapp 30 Jahren hatten, als die BRD und die Tschechische Republik gegen deren Widerstand eine gemeinsame Erklärung darüber unterzeichneten, dass sie »ihre gegenseitigen Beziehungen nicht mehr mit aus der Vergangenheit herrührenden politischen und rechtlichen Fragen belasten« wollten. Gemeint waren als Subjekte dieser »Belastungen« die organisierten »Sudetendeutschen«. Das Bundesland Bayern vollzog seine Nachkriegsindustrialisierung weitgehend mit deren Arbeitskraft.
Am Leben gehalten wird die »Sudetendeutsche Landsmannschaft« inhaltlich von eben jenen »aus der Vergangenheit herrührenden Fragen«, mit denen es auf der offiziellen Ebene ein Ende haben sollte. Und finanziell durch laufende Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt und dem des Freistaats Bayern. Damit finanziert Deutschland mit Steuergeldern Nationalismus und Revanchismus.
Und jetzt will dieser Verein also sein jährliches Pfingsttreffen im mährischen Brno abhalten.
Das Beste, was die Landsmannschaft für die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen tun könnte, wäre die Selbstauflösung.



