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Unsere Nachrichten

Der 2. Geburtstag des Justin Sonder

| VVN BdA Chemnitz

Am 23.April 1945 waren die Häftlinge eines "Todesmarsches" des KZ Flossenbürg in einer Scheune bei Wetterfeld im Bayern zusammengefercht. Noch unter Bewachung der SS wagten sie den Ausbruch ins Freie, als sie Geräusche schweren Kriegsgeräts, Rasseln von Panzerketten hörten und durch Ritzen im Holzverschlag eindeutig Sterne auf den Fahrzeugen wahrgenommen hatten.
Ein Tag der Befreiung und ab diesem Jahr Justins zweiter Geburtstag, den er Zeit seines Lebens feierte und an den wir jährlich erinnern. Auch in diesem Jahr haben wir gefeiert. Der Brühl stand in Blütenbracht und es fanden sich Chemnitzerinnen und Chemnitzer, Freunde unseres Kameraden, um dieses Datum gemeinsam bei Kaffee und Kuchen zu begehen. Begrüßen konnten wir auch Mykola Borovyk den wissenschaftlichen Mitarbeiter der Stadt Frankennberg, der mit dem Aufbau der Gedenkstätte für das KZ Sachsenburg betraut ist sowie den Sohn von Max Brudner. Hermanns Vater, Kommunist aus Chemnitz, war Kapo im KZ Auschwitz und hatte Justin im Lager entscheidend begleitet uns somit zu seinem Überleben beigetragen. 

Enrico Hilbert

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Justin Sonder im Jahre 2022

Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/