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Chemnitzer Funktionäre der Linken unterstützen staatliche Sanktionen am Tag der Befreiung

Erstellt von Ludwig Löwe | | Bei anderen gelesen

Zur Gedenkveranstaltung am Tag der Befreiung auf dem Richterweg waren Genossen der Partei die Linke zahlreich vertreten. Sie applaudierten den Rednern von VVN, der Botschaft der Russischen Föderation und ihrem Genossen Marten Henning, der für den erkrankten Parteichef zum Mikrofon griff. 
Dem Aufruf der Veranstalter, miteinander über den Gräbern der Gefallenen ins Gespräch zu kommen, folgte dieser nicht, verabschiedetet sich zügig, nachdem er versuchte den Gedenktag am 8. Mai für seine Partei zu vereinnahmen. Nun ist der Anteil der Partei DIE LINKE bzw. PDS daran, dass der 8. Mai in Sachsen Gedenktag ist unumstritten, doch ist es nicht ihr Verdienst allein. Jahrzehnte waren nötig, um dies zu erreichen.

Mit besonderen Ruhm bekleckerten sich die Parteifunktionäre im Nachgang der Veranstaltung. 
Nur wenige Stunden später sendeten sie Beiträge in den sogenannten sozialen Medien, deren Inhalte jeglicher Wahrheit entbehrten und gegen die Fakten sprachen. Sie verbereiten Unwahrheiten über die gehaltenen Reden und schlossen sich der repressiven Politik in der Bundesrepublik an, historische Symbole, Fahnen und Lieder zu verbieten. Warum die Parteifunktionäre dies tun, ist nur schwer zu ergründen, weiterer Bedeutungsverlust, mangelnde gesellschaftliche Verankerung in der Breite und eigene Untätigkeit bezüglich der Erinnerungskultur, könnten die Ursache dafür sein.
Es ist zu hoffen, dass die Mitglieder der Partei diesen Ansichten nicht folgen, denn sie waren vor Ort, gedachten der Toten und mahnten zu Frieden, Versöhnung und warben mit den Veranstaltern für ein Ringen für eine bessere Welt.

Der Chemnitzer Verband der Verfolgten des Naziregimes, ihrer Hinterbliebenen und Freunde in Chemnitz teilte auf Nachfrage mit, dass über 600 Menschen an beiden Gedenktagen den Friedhof besuchten, würdig dem Sieg über den deutschen Faschismus gedachten. Mit Initiativen aus Chemnitz auch Vereinen der Ukrainer und der Botschaft der Russischen Föderation wurden Kontakte aufgenommen, um den kulturellen Austausch zu beleben. Zudem hatten die Veranstalter alle Reden dokumentiert und stellen die Rede des 2. Botschaftsekretärs hier zu Verfügung, damit man sich selbst eine Meinung bilden kann.

Ludwig Löwe

Chemnitz

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Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/