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Ehrendes Gedenken für den Kämpfer gegen den Faschismus Anton Erhardt

| VVN BdA Chemnitz

Mitglieder des Vorstandes der VVN-BdA Chemnitz ehrten den am 17. Februar 1933 um Mitternacht von SA-Schlägern brutal ermordeten Kommunisten Anton Erhardt.

Er war eine Kämpfernatur im Sinne jener aufrechter Demokraten, die erkannten: "Der Feind steht im eigenen Land!" Er wurde Kommunist und aktiv in der KPD-Gruppe Siegmar, im Roten Frontkämpferbund(RFB), in der Roten Hilfe(RHD), im Deutschen Baugewerksbund(DBB) und in der Revolutionären Gewerkschaftsopposition((RGO). 

Während die Wiederaufrüstung Deutschlands immer akuter wurde(Panzerkreuzerbau) distanzierte er sich deutlich von der Rechten SPD-Führung. "Was haben sie bloß heute aus der Partei Bebels gemacht", sagte er einmal verbittert.

Die KPD-Leitung des Unterbezirkes Chemnitz und auch die Genossen aus Siegmar schlugen der SPD-Leitung gemeinsame Kampfmaßnahmen zur Abwehr des faschistischen Terrors vor. Das Angebot für einheitliche Kampfaktionen wurde nicht umgesetzt.

Die Empörung der Bevölkerung über diesen Mord zeigte sich darin, dass das Begräbnis für Anton Erhardt zu einer bewegenden antifaschistischen Demonstration von 50.000 Chemnitzern wurde.

Die Stadt Karl-Marx-Stadt/Chemnitz ehrte Anton Erhardt mit einem Gedenkstein an der Zwickauer Str.418.

Die Pionierfreundschaft der Oberschule "Fritz Schmenkel", die FDJ-Grundorganisation und die Kampfgruppenhundertschaft des VEB Elite-Diamant trugen bir 1990 seinen Namen.

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Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/