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Unsere Nachrichten

Abschied von Karl-Friedrich Zais

| VVN BdA Chemnitz

Ein aufrechter, standhafter und den Menschen zugewandter Kamerad hat uns verlassen müssen.

Wir trauern um "Karli", wie er liebevoll genannt und dem wir für seine antifaschistische Grundhaltung und soziale "Ader" im jahrzehntelangen politischen Wirken herzlich danken.

Nach Abitur mit Berufsausbildung zum Elektromonteur folgte ein Studium für Elektroautomatisierungstechnik. Anschließend arbeitete er von 1974 bis 1983 als Konstrukteur und war von 1983 bis 1987 stellvertretender Parteisekretär beziehungsweise von 1988 bis 1989 Parteisekretär der SED des Fritz-Heckert-Stammbetriebes in Karl-Marx-Stadt. In den Jahren 1987/88 absolvierte er ein Studium an der Akademie der Gesellschaftswissenschaften in Moskau. Von 1990 bis 1999 war als Vertriebsingenieur und Betriebsrat tätig.

Er war als Gewerkschafter Mitglied der IG Metall. Im Oktober 1999 zog Karl-Friedrich Zais in den Sächsischen Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2009 erzielte er in seinem Wahlkreis eine Stimmanteil von 33,7 % und damit ein Direktmandat. 

"Karli" wird uns sehr fehlen und wir werden seine offene Art und seine steten Bemühungen
bei der Suche nach Lösungen für die Bewältigung politischer Probleme sowie der weiteren Aktivierung antifaschistischer Arbeit immer in guter Erinnerung behalten.

Vorstand VVN-BdA Chemnitz

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Foto Karl Friedrich Zais

Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/