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Spaniens Himmel breitet seine Sterne - Den Faschisten werden wir nicht weichen!

| VVN BdA Chemnitz

90. Jahrestag des Beginns des spanischen Bürgerkrieges

Spaniens Himmel oder "Die Thälmann-Kolonne", ist ein Lied von Paul Dessau. Das Lied zum spanischen Bürgerkrieg wurde insbesondere in seiner Version von Ernst Busch überaus bekannt. Es erfreute sich jahrzehntelanger Popularität. Es war Liedgut in der DDR.

DerSpanische Bürgerkrieg wurde von Juli 1936 bis April 1939 zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanische Republik("Republikanern") und den national-faschistischen Putschisten unter General Francisco Franco("Nationalisten") ausgetragen. Mit tatkräftiger Unterstützung und nach militärischer Intervention der faschistischen Verbündeten aus Italien und Deutschland siegte das Bündnis aus konservativen-faschistischen Militärs, katholischer CEDA(bestand hauptsächlich aus katholisch orientierten Parteien des rechten Spektrums), den Carllsien(eine monarchistische politische Strömung) und der faschistischen Falange(Bewegung). Ihrem Sieg folgte die bis nach dem Tod Francos 1975 andauernde franquistische Diktatur. 

Am 26. April 1937 bombardierten deutsche Soldaten der "Legion Condor" die spanische Stadt Guernica. Es war der erste Auslandseinsatz der neuen faschistischen Reichsluftwaffe und der erste vernichtende Luftangriff auf ein ziviles Flächenziel in der Militärgeschichte im Verbund mit italienischen Kräften. Bis Mitte der siebziger Jahre wurde - sowohl in Spanien als auch in Deutschland - dieser Luftangriff verdrängt und vertuscht. Zu einer Versöhnung mit dem früheren Feind war die Bundesregierung bis heute nicht bereit.

Die BRD unterhielt seit 1952 enge und von antikommunistischen Interessen getragene diplomatische Beziehungen. Trotz der faschistischen Wurzeln des Regimes schloss diese 1960 ein Anwerbeabkommen und förderte die Integration Spaniens. 

Zur Unterstützung des Abwehrkampfes der gewählten spanischen Regierung gegen den Staatsstreich Francos, wurden die Internationalen Brigaden(las Brigadas Internacionales) durch die Kommunistische Internationale gebildet. 

Auf Seiten der spanische Republik kämpften über 32.000 Interbrigadisten, von denen mehr als 4.500 gefallen sind.

Den internationalen Freiwilligenverbänden standen von Hitler und Mussolini personell und materiell unterstützte Verbände(nationalspanische Koalition) Francos gegenüber.

Regionale Ehrung von Spanienkämpfern: Am 30. Juni 2022 trafen sich rund 100 Chemnitzerinnen und Chemnitzer an der Hans-Beimler-Stele und und erinnerten mit Respekt und Dankbarkeit an „ihre“ Spanienkämpfer. An der Stele der in Spanien gefallen Interbrigadisten wurde eine Gedenktafel mit 24 Namen jener eingeweiht, die an der Seite der gewählten spanischen Regierung den Faschisten die Stirn boten. Stellvertretend seien genannt: Horst Menzel, Hans Ziegler, Alfred Gottwald, Käte Lichtenstein, Walter Janka und die drei, die sich am Neujahrstag 1937 mit dem Rad auf den Weg nach Spanien machten: Fritz Baumgärtel, Kurt Höfer und Otto Kreutzmann.

Die Würdigung ist die erste dieser Art in ganz Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung. Die Ehrung geht zurück auf einen Beschluss des Chemnitzer Stadtrates. Umgesetzt wurde das Vorhaben unter Federführung des städtischen Kulturbetriebes in engen zusammenwirken mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) Chemnitz und dem Bürgerverein „Für Chemnitz“. Entworfen und gefertigt wurde die Tafel von Volker Beier, der Ende der 1970er Jahre auch die Stele fertigte.

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Ausstellung zum Spanischen Bürgerkrieg

Jahresnachrichten

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/