Donald Trump verzichtet auf Menschenrechte, Demokratie oder humanitärer Verantwortung, und erklärte ganz offen, worum es bei der Militäraktion in Venezuela ging: um den Zugang zu den größten bekannten Erdölreserven der Welt, um geopolitische Kontrolle und die Durchsetzung von US-Interessen.
Der Bruch mit dem Völkerrecht wird dabei nicht einmal mehr geleugnet, sondern zur Normalität erklärt und es wird nicht einmal mehr den Anschein von Legitimation erwecken. Trump setzt auf nackte Gewalt bei der Durchsetzung der Monroe Doktrin zur Umsetzung amerikanischer Interessen in Süd- und Nordamerika.
Entlarvend ist die Euphorie rechtsautoritäre Regierungschefs wie Milei und Netanjahu, die den US-Angriff als »historisch« oder »wegweisend« feiern. Auch Selenskij, der unter Berufung auf Souveränität und Selbstbestimmung selbst militärische Unterstützung einfordert, begrüßte den Bruch des Völkerrechts.
Vertreter westlicher Länder, wie der deutsche Bundeskanzler oder der französische Präsident Macron, winden sich, nur um den Aggressor nicht klar zu benennen zu müssen.
Die vielbeschworenen westlichen Werte, mit denen sonst Sanktionen und Waffenlieferungen begründet, werden ad absurdum geführt. Ein überfallenes Land wird zum Täter erklärt, um den unstreitig völkerrechtswidrigen Angriff als Mittel der Politik zu rechtfertigen.



