Der Falkeplatz in Chemnitz

Ehemaliges Eingangsportal Deutsche Bank

Erinnerung an B.Kuhnt

Der Falkeplatz, gelegen im ehemaligen Nicolaiviertel, nahe am Nicolaitor.
Das Nicolaiviertel erinnert uns an die Nicolaikirche, die den Bomben des zweiten Weltkrieges zum Opfer fiel und den heutigen Bahnhof Mitte einst Nicolaibahnhof.

In Würdigung der Lebensleistung des Chemnitzer Arbeiterführers und Kommunisten Fritz Heckert wurde der Falkeplatz im Jahre 1951 in "Fritz-Heckert-Platz" umbenannt.


Besonderer historischer Bezug war die Rede Heckerts am 23. März 1920 vor Chemnitzer Arbeitern auf eben diesem Platz. Es kam zum Generalstreik, dreitausend Arbeiter wurden bewaffnet, SPD, KPD und USPD bildeten einen
Aktionsausschuss. Der Kampf der geeinten Arbeiterschaft war erfolgreich, Kapp musste abdanken.

In einer Anwandlung von bilderstürmerei wurde dieser Platz 1990 wieder in Falkeplatz zurückbenannt, hätte ihn in Anbetracht der Vorkommnisse im März 1933 auch gut "Bernhard-Kuhnt-Platz" nennen können ...

Ehemaliges Eingangsportal Deutsche Bank 5 Köpfe über dem Eingangsportal repräsentierten die fünf Erdteile, widersprachen der NS-Ideologie und wurden entfernt. Deutsche Bank erbaut 1925-1926 Architekt E.Basarke ehemaliges Eingangsportal Deutsche Bank

Fritz Heckert lebte ein außerordentlich erfülltes Leben:

Aktive Gewerkschaftsarbeit Mitwirkung bei der Gründung der USPD und der KPD sowie deren Vorsitzender im Bezirk Chemnitz-Erzgebirge
(1919 über 10 000 KPD-Mitglieder)
Arbeiter- und- Soldatenrat von Chemnitz und Sachsen Reichsrätekongress, Verhaftungdrohende Erschießung, erzwungene Freilassung
Wahl in den Reichstag kurzzeitig Minister in Sachsen
zentrale und internationale Arbeit

1931 wird er von Nazischlägern so schwer verletzt,
dass er sich nie wieder richtig erholt.

Am 7.April 1936 schließt Fritz Heckert in Moskau für immer die Augen.

Standort des Denkmals:
Jagdschänkenstraße

Deutsche Bank erbaut 1925-1926 Architekt E.Basarke
Erinnerung an Fritz Heckert