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Sonntag, 19.02.2012 09:48 Alter: 90 Tage
Kategorie: Lesermeinungen
Von: Paul Jattke

Zur Diskussion um den Kaßberg Gefängnisverein


 "Unmögliche Menschen" fragen weiter

 Kaum ein anderer Verein findet in Chemnitz derzeit für die Publizierung seiner Ansichten, Argumente und Forderungen eine solch große Öffentlichkeit wie der Kaßberg- Gefängnis Verein.

 Wie es scheint, ist dagegen kein Kraut gewachsen. Wer den Gedankengängen des umtriebigen Vereinsvorsitzenden, dem Chemnitzer BStU- Leiter Heitmann, nicht blind links folgen will, wird schnell als Geschichtsvergessen gebrandmarkt. 

 Die konzeptionellen Mahnungen, Wortmeldungen, Argumente und Überlegungen die die

 von Parteien und Organisationen unabhängigen Angehörigen und Nachkommen von Antifaschisten vorbringen, finden keine Lobby. Sie passen nicht ins Konzept. 

 Das "Tor zur Freiheit" ist dem Tor in den Tod gleichrangig? Die DDR gleichrangig mit Faschismus? – Sind es Unmögliche Menschen, die so fragen? 

 ("Wir vermuten in jeder Nachfrage eine Verdächtigung oder gar schon Bezichtigung (...) Jeder weiß genau, was er sagen darf und was er verschwei­gen muss. Andernfalls wäre man ein unmöglicher Mensch " Martin Walser)

 Gleichwohl, die "Unmöglichen Menschen" fragen weiter. Bleiben ihrem (auch in mancher wohlfeilen Sonntagsrede öffentlich verlangten) bürgerlichen Engagement treu. 

 Wollen Ross und Reiter benannt bekommen. Stellen Öffentliche Nachfragen.