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Donnerstag, 24.12.2009 18:53 Alter: 2 Jahr/e
Kategorie: VVN-BdA Bund

FIR protestiert gegen Denkmal-Schändung in Georgien Mit Empörung und Entsetzen hat die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer


FÉDÉRATION INTERNATIONALE
DES RÉSISTANTS (FIR) -
ASSOCIATION ANTIFASCISTE
Berlin, 23.12.2009


FIR protestiert gegen Denkmal-Schändung in Georgien
Mit Empörung und Entsetzen hat die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer
(FIR) – Bund der Antifaschisten, die Dachvereinigung von Organisationen ehemaliger
Widerstandskämpfer, Partisanen, Angehörigen der Anti-Hitler-Koalition, Verfolgten des
Naziregimes und Antifaschisten heutiger Generationen aus über zwanzig Ländern Europas
und Israels, ein neuerliches Beispiel für die Eliminierung der geschichtlichen Erinnerung zur
Kenntnis nehmen müssen.
Kurz vor Weihnachten haben georgische Behörden in der Stadt Kutaissi das Denkmal für die Kämpfer gegen des Faschismus im Großen Vaterländischen Krieg durch Sprengung zerstören lassen. Dabei sind sie mit solch Aggressivität vorgegangen, dass zwei Menschen bei der Sprengung ums Leben kamen. Offensichtlich war den georgischen Behörden die Beseitigung der geschichtlichen Erinnerung wichtiger als der Schutz der eigenen Bevölkerung.

Dieser Akt von „Staatsvandalismus“ richtet sich nicht nur gegen ein Denkmal, sondern die georgischen Administrationen zerstören auf diesem Wege die geschichtliche Erinnerung an den antifaschistischen Kampf der Völker. Damit reiht sich Georgien in die Liste jener Regierungen ein, die – wie z.B. Estland und andere baltische Staaten – durch die Beseitigung von Denkmälern für die Befreiung und die Rehabilitierung von faschistischen Kollaborateuren als „nationale Freiheitskämpfer“ Vorreiter von staatlichem Geschichtsrevisionismus sind.
Das sind die Folgen einer ideologischen Offensive rechtskonservativer Kräfte, bei der es um die Etablierung eines reaktionären Geschichtsbildes - geprägt von Totalitarismusdoktrin und Geschichtsverfälschung - in Europa geht. Dabei werden faschistische Massenverbrechen und Ungesetzlichkeiten in der stalinistischen Periode undifferenziert auf die gleiche Stufe gestellt. Gleichzeitig wird dabei der Sowjetunion die gleiche Verantwortung an der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges zugewiesen wie Hitler-Deutschland. Solche Aussagen haben mit der historischen Wirklichkeit nichts gemeinsam. Sie verfälschen die Geschichte und diffamieren den gemeinsamen Kampf der Anti-Hitler-Koalition, in der die Sowjetunion als
alliierte Macht einen entscheidenden Anteil hatte, gegen die größte Bedrohung der
Menschheit im 20. Jahrhundert.

Die FIR ruft antifaschistische Kräfte, Verbände und Initiativen auf, gegen solche Formen von Geschichtsrevisionismus aktiv zu werden. Der antifaschistische Kampf muss als Erbe der Menschheitsgeschichte bewahrt werden.
Michel Vanderborght Dr. Ulrich Schneider
Präsident Generalsekretär
Sekretariat: Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Franz-Mehring-Platz 1, D- 10243 Berlin
Fon (30) 29 78 41 74, Fax (30) 29 78 41 79, e-mail: bundesbuero@vvn-bda.de, Internet www.fir.at
Bankverbindung: Postbank Berlin BLZ 100 100 10 , Kontonummer 543 054 107
Präsident : Michel Vanderborght (Belgien) ; Generalsekretär : Dr. Ulrich Schneider (Deutschland)
Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) wurde vom Generalsekretär der Vereinten Nationen zum
«Botschafter des Friedens» ernannt. Sie besitzt NGO-Status bei der UNESCO, Paris, der ständigen Kommission der
UNO, Genf, und dem Europarat, Strasbourg.