Detailansicht für News

< New Year/ Bonne année/ Neujahrsgrüße
Donnerstag, 03.02.2011 18:32 Alter: 1 Jahr/e
Kategorie: Neueste Nachrichten aus dem VVN-BdA Chemnitz

Ausstellung über die Chemnitzer Spanienkämpfer und den Kampf des spanischen Volkes 1936-1939


Auftakt zum Erinnerungsjahr in Chemnitz

Ausstellung über Interbrigadisten mit großer Resonanz

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus wurde in Chemnitz eine Ausstellung über die Chemnitzer Spanienkämpfer und den Kampf des spanischen Volkes 1936-1939, am 27. Januar von der Bürgermeisterin für Kultur Heidemarie Lüth (Linke) eröffnet. Die Schau umfasst 30 Tafeln und zahlreiche Sachzeugnisse, darunter originale Dokumente und Uniformteile. In Chemnitz wird der Tag der Wiederkehr der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz seit einigen Jahren gemeinsam von der Stadt und des Verbandes des Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten gestaltet. In diesem Jahr ist er thematisch an den 75. Jahrestag der Verteidigung der Spanischen Republik und die Bildung der Internationalen Brigaden angelehnt. Die Stadt erweist mit der Präsentation im Rathaus den 21 aus Chemnitz stammenden Spanienkämpfern die Ehre. Zu ihnen zählen Walter Janka, der unter Hitler und Ulbricht inhaftiert war – der jüngste Major des Spanischen Volksheeres, Paul Verner, späteres Mitglied des Politbüros der SED und Kurt Höfer, der als Einziger der Chemnitzer 1996 die Ehrenstaatsbürgerschaft Spaniens verliehen bekam. Für den unterstützenden Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V. war die Eröffnung die Auftaktveranstaltung im Erinnerungsjahr zum 75. Jahrestages. Folgen sollen zahlreiche Veranstaltungen in der Bundesrepublik und Fahrten nach Spanien Ende Februar und im Oktober 2011. Höhepunkt wird das 2. Wochenende im September, an dem in Berlin unter dem Motto „Eine andere Welt war immer möglich – internationale Solidarität gestern, heute und morgen“ das jährliche Internationale Sommertreffen stattfinden soll.

Die Ausstellung in Chemnitz wird von der Bevölkerung stark frequentiert. Fragt man den Pförtner des Rathauses, so gibt dieser freundlich Auskunft, dass er so viele Leute lange nicht bei einer solchen Präsentation im Hause gezählt habe. Die Organisatoren freuen sich über die große Resonanz, insbesondere auch dass Schulklassen gemeinsam mit den Lehrern den Zugang in dieses Stück Heimat - und Weltgeschichte finden.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Februar im Chemnitzer Rathaus am Markt 1 zu sehen. Eine Verlängerung um eine Woche ist beantragt.

 

Enrico Hilbert, Chemnitz